Tagesschau.de meldet am 14.09.2007

    Bisher keine konkreten Maßnahmen geplant

    Der Ministeriumssprecher räumte ein, derzeit werde auch in der Bundesregierung überlegt, wie die geplante Senkung der Abgasmengen erreicht werden könne. Wirtschaftsminister Michael Glos habe sich bereits früher dafür ausgesprochen, dass verschiedene Autotypen verschieden behandelt werden müssten. "Es gibt keine konkreten Pläne in irgendeine Richtung", sagte der Sprecher.

     [Bildunterschrift: Hersteller von Autos mit hohem CO2-Ausstoß müssen mit Sanktionen rechnen. ]
    Die "Berliner Zeitung" hatte nicht genannte Experten zitiert, nach denen große Autos bei einer Einbeziehung in den Emissionshandel teurer würden. Ein Porsche könne sich dann um 8000 Euro verteuern, wenn dieser den künftigen EU-Grenzwert nicht einhalte. Ein Kleinwagen wie der Smart dagegen, der den Richtwert von 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer unterschreitet, würde über 600 Euro weniger kosten.

    EU will CO2-Ausstoß reduzieren

    Der EU-Gipfel hatte sich im Frühjahr darauf verständigt, den durchschnittlichen CO2-Grenzwert für die europäische Autoflotte von 2012 an auf 120 Gramm je Kilometer festzulegen. Diese Absenkung soll durch entsprechende Fahrzeugtechnik auf 130 Gramm und um weitere 10 Gramm durch andere Maßnahmen wie eine verstärkte Biosprit-Beimischung erreicht werden. Diese Vorgabe wird jetzt von der Kommission so umgesetzt, dass schwere Fahrzeuge höhere durchschnittliche Grenzwerte aufweisen dürfen als leichte kleine.

    Können auf schwere Sportwagen oder Geländefahrzeuge spezialisierte Autohersteller ihre Grenzwerte dennoch nicht einhalten, sollen sie zu Strafen herangezogen werden. Umweltminister Sigmar Gabriel und EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hatten dazu entsprechend einem deutschen Vorschlag an Brüssel Strafzahlungen ins Gespräch gebracht.

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