Guatemala: Wasserkraftprojekt

    Das Ziel des Poza Verde Hydroelectric Projekts ist es, Guatemala mit sauberer und verlässlicher, regenerativer Energie zu versorgen, unter der Berücksichtigung der vielfältigen lokalen, nationalen und internationalen Interessen. Dies wird erreicht indem die herkömmlichen fossilen Energieträger Heizöl, Diesel und Kohle als Brennstoffe für die nationale Stromerzeugung von ihren Anteilen her verringert und teilweise durch CO2-feien Strom aus Wasserkraft ersetzt werden.

    Das Projekt ist ein kleines 8.2 MW Wasserkraftwerk im Besitz des Unternehmens Papeles Elaborados S.A. in der Gemeinde von Pueblo Nuevo Vinas im Department Santa Rosa.
    Die in der Bauphase 1 bereits fertiggestellte Wasserturbine (Francis Propellerturbine) wird in Phase 2 auf eine Leistung von 12 MW ausgebaut.
    Die momentane Leistung der Turbine wird ermöglicht, indem das Wasser des Aguacapa Flusses über ein großes Pipelinesystem mit einem maximalen Höhenunterschied von 137m geleitet wird und dabei eine Wasserfließmenge von 7m³ pro Sekunde entsteht. Dieser Wasserdruck treibt über die Turbine zwei Generatoren mit je 4.16 kV an.

               

    In einer zweiten Phase wird dann Wasser eines weiteren Flusses, des Agua Tibia, in das Pipelinesystem integriert, um die Effizienz der Stromerzeugung weiter zu erhöhen.
    Bereits in der ersten Phase werden pro Jahr rund 71.000 MWh Strom produziert, was bei dieser Art der CO2-freien Stromerzeugung einer eingesparten Kohlendioxidmenge von rund 50.000 t CO2 entspricht. Dies errechnet sich aus dem Vergleichswert der Stromproduktion in Guatemala, welcher etwa bei 700g CO2 pro produzierter KWh liegt.

    Die dem Projekt zuzurechnenden positiven Effekte sind im Wesentlichen eine Verringerung der bei der Verbrennung von fossilen Energien entstehenden CO2-, NOx- und der SO2-Werte und eine höhere Unabhängigkeit des Landes von Rohstoffimporten sowie eine Entlastung des nationalen Stromnetzes.
    Aber auch die Nebeneffekte des Projektes sind bemerkenswert: Es wird eine zusätzliche Versorgung von rund 5.000 Bewohnern mit Elektrizität erreicht und damit eine Erhöhung der örtlichen Wirtschaftskraft. Daraus wiederum ergeben sich rund 400 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region, allein 30 davon im direkten Zusammenhang mit der Energieanlage.

    Der für die Genehmigung als Klimaschutzprojekt notwendige Nachweis der „Zusätzlichkeit" konnte erbracht werden. Gemäß den Richtlinien der Klimaschutzrahmenkonvention UNFCCC wurde durch ein PDD (Projekt Design Document) vom April 2006 dokumentiert, dass ohne die Klima- und Nachhaltigkeitsleistungen, d. h. den Einnahmen aus CO2-Zertifikaten, das Projekt keine wesentliche Finanzierung für die Lieferung von sauberer Energie erlangt hätte. Zudem wäre es nicht möglich gewesen, einen Kredit einer Bank für dieses Projekt zu bekommen. Ein unabhängiger Zertifizierungsbericht zur Einhaltung der Zusätzlichkeitskriterien liegt vor.
    Das Projekt wurde geprüft und zertifiziert von dem unabhängigen Englischen Unternehmen Campbell Carr Limited, das auf die Prüfung von Klimaschutzprojekten (Green Certificates) spezialisiert ist. Das Poza Verde Wasserprojekt ist bei Campell Carr unter der Zertifizierungsnummer PV-GAR-20010920aV1 registriert. Campell Carr Limited wird zudem die jährliche Prüfung des Projektes vornehmen. Die technische Zuarbeit und die hierfür notwendigen Daten werden vom nationalen Netzbetreiber Administracion del Mercado de Mayoristas zur Verfügung gestellt.

    Aus diesem Guatemala-Projekt können Zertifikate nur im Zusammenhang mit der Bestellung einer Klimavignette erworben werden. Für die Erstellung von Geschenkzertifikaten wählen Sie bitte eines der anderen Projekte aus.

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